OpenServer 5 Definitive 2018 in VirtualBox - Boot hängt bei "G (hd_config)"


Datum: 06.08.2019 19:15

Auch wenn dieses Uralt-Unix, welches ursprünglich von einer Ex-Softwarefirma, die ihr Kerngeschäft auf Jura umgestellt hat, kommt, kaum noch jemand nutzen dürfte hier eine Tipp für die jenigen, die OpenServer 5 Definitive 2018 in Virtual Box installieren möchten und daran scheitern, dass die Installations-DVD bei der Meldung "G hd_config" hängt.

OpenServer 5, dessen erste Version lange vor der erste SATA Festplatte erschien, hatte ursprünglich keinen Support für SATA.

Seit dem Definitive Update 2018 sind jedoch ahci Treiber enthalten.
OpenServer 5 ist selbst was virtualisierte Hardware angeht recht wählerisch, so dass die VM genauso wie im Abschnitt "Configuring a Virtual Box Virtual Machine" des Dokuments "SCO OpenServer 5 Definitive 2018 – Getting Started Guide – September 2018" konfiguriert werden muss.

Warum hängt der Boot beim Erkennen der Festplatten?
Nun, anscheinend hat Xinuos, ein Softwarehersteller, welcher die Produkte von SCO übernommen hat, sich jedoch von SCOs juristischen Amoklauf deutlich distanziert zwar einige neue Treiber integriert, aber die automatische Hardware-Erkennung des Setups nicht aktualisiert. Was dazu passt, dass alle Lokalisierungen außer die Englische bereits seit Einführung der auf Virtualisierung spezialisierten *V Versionen nicht mehr aktualisiert wurden.

Nun, wie bringt man VirtualBox dazu, die Laufwerke korrekt zu erkennen?

Das steht in oben genannten Dokument interessanterweise nur in der Sektion "Configuring Physical Hardware"
Also, man muss beim Boot: Prompt die SATA-Festplatte und das virtuelle optische Laufwerk angeben.
Bei mir befindet sich die Festplatte auf SATA Port 0 und das DVD Laufwerk auf Port 1 (zu beachten, Computer fangen bei 0 an zu zählen ).

Es muss am Bootprompt bei dieser Konfiguration folgendes angegeben werden. Die Eingabe erfolgt mit englischen Tastaturlayout:

defbootstr Sdsk=ahci(0,0,0,0) Srom=ahci(0,0,1,0)

Enter drücken und das Setup startet.
Witzigerweise fragt einen das Setup noch mal nach dem Disk Laufwerk.
Bei "SCSI-ID" ist der Port auszuwählen.

Uii, ich sehe gerade, die Versionsnummern der Pakete, die während der Installation installiert werden, "php 4.4.2" "Samba 3.0 irgendwas", "Mozilla 1.7.13", das war noch bevor der Browser Firefox hieß.
Da kriege ich ja richtig Retro Flashbacks.

Nachtrag:

Damit man nicht bei jedem Boot die oben genannten Parameter am Boot: Prompt eingeben muss, damit der Kernel die Laufwerke erkennt muss nach der Installation der Boot String in der Datei /etc/default/boot um die beiden Paramter oben ergänzt werden.

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